Presse

Medieninformation März 2017

Bundesverband für Luftsicherheit, FASAG fordert Korrekturen am neuen Luftsicherheitsgesetz

Zwar begrüßt FASAG grundsätzlich das neue, Anfang März in Kraft getretene Luftsicherheitsgesetz, hält aber einige unklare Formulierungen mit großer Tragweite für den betroffenen Personenkreis für korrekturbedürftig.

Dies gelte vor allem für eine womöglich mit sofortiger Wirkung geltende Zuverlässigkeitsüberprüfung von Luftfrachttransporteuren.

Bisher galt eine solche Überprüfung weitestgehend nur für Flughafenpersonal.

Nach Angaben von FASAG ergibt sich diese für Transporteure erheblich belastende und kaum sofort umsetzbare Maßnahme aus der im Gesetz festgelegten einjährigen Übergangsfrist für Unternehmen, die die sog. ZüP für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei den Ländern beantragen müssen. Offenbar habe der Gesetzgeber dabei u.a. die Transporteure von Luftfracht übersehen. Wie der Vorsitzende der FASAG, Prof. Giemulla dazu anmerkt, müsse hier eine umgehende Klarstellung seitens der Behörden und ggfs. eine Novellierung des Gesetzes erfolgen.

Als positiv wertet FASAG, dass nun endlich auch die Beteiligten der sogenannten sicheren Lieferkette vom Gesetz erfasst sind und dass insgesamt ein erheblicher Zuwachs an Rechtssicherheit in der Luftsicherheit erreicht wurde, wenngleich dies mit z.T. einschneidenden Veränderungen für Einzelne an der Luftsicherheit Beteiligte erkauft wurde.

So können Behörden bei Zweifeln am Fortbestand der Zulassungsvoraussetzungen - wie bisher schon - die Zulassung entziehen oder aussetzen. Während man bisher die Zulassung umgehend wieder beantragen konnte, sind die Behörden nach dem neuen Gesetz jetzt in der Lage, eine Sperrfrist für die Wiedererteilung festzusetzen, die sich auch auf die Ausübung weiterer Tätigkeiten im Rahmen der sicheren Lieferkette beziehen kann.

FASAG äußerte zudem die Erwartung, dass die Unternehmen in der sicheren Lieferkette künftig mit Gebühren zu rechnen haben werden.

Die in diesem Zusammenhang erwartete Luftsicherheits-Gebührenverordnung werde die bisher gebührenfreien Unternehmen für Zulassungen sowie Aufsicht durch die Behörden “zur Kasse bitten” mutmaßt FASAG.

Der Bundesverband FASAG e.V. (Federal Aviation Security Association of Germany) setzt sich mit seiner Gruppe ausgewiesener Luftsicherheitsexperten für eine umfassende und nachhaltige Verbesserung der Luftsicherheit in Deutschland ein.

Vorstandsvorsitzender ist Prof. Dr. Elmar Giemulla

Rückfragen zu dieser Pressemitteilung an FASAG Vorstandsmitglied Annette Wiedemann Tel:+49-531 3105435-30

 

Medieninformation November 2016

Experten fordern weiterhin staatliche Zuverlässigkeitsüberprüfung

Im Nachgang zu der öffentlichen Anhörung zum Luftsicherheitsgesetz im Bundestagsinnen­ausschuss spricht sich der Bundesverband für Luftsicherheit e.V. FASAG weiterhin nachdrücklich für eine staatliche, im Gegensatz zu einer beschäftigungsbezogenen Überprüfung der in der sog. Sicheren Lieferkette Beschäftigten aus. Der Vorstands­vorsitzende der FASAG, Prof. Elmar Giemulla, der auch als Sachverständiger für diese Fragen im Innenauschuss aufgetreten war, ergänzte jedoch, dass das System der behördlichen Zuverlässigkeitsüberprüfung im mehrfachen Sinne reformiert werden müsse.

So müssten die Entscheidungen, die heute zwischen 2 Wochen und mehreren Monaten dauern können, erheblich beschleunigt werden. Darüber hinaus sei eine bundesweite Datenbank unerlässlich, weil sonst der Umzug einer geprüften Person von einem Bundesland zum nächsten zu unakzeptablen Ergebnissen führen könne. Wie FASAG in ihrer jetzigen Stellungnahme erläutert, führten jetzt die Landesluftfahrtbehörden die Überprüfung nach § 7 Luftsicherheitsgesetz aus. Dies könne zu grotesken Situationen führen. Wenn z. B. eine in NRW überprüfte Person nach Hessen ziehe, oder dort arbeite und eine Straftat begehe, könne die Zuverlässigkeit nicht entzogen werden, weil NRW nicht mehr zuständig sei. Auch Hessen könne die Zuständigkeit nicht entziehen, weil die Zuverlässigkeit von NRW erteilt wurde und Hessen diese Person nicht “auf dem Schirm” habe.

Eine bundesweite Datenbank könne hier helfen. Idealerweise, so FASAG, würde diese Überprüfung ohnehin durch eine Bundesbehörde durchgeführt.

Mit Unverständnis nimmt FASAG zur Kenntnis, dass sich einige Unternehmen weiterhin gegen eine staatliche Überprüfung stellen. Dies sei vor dem Hintergrund der diesjährigen AVSEC World Konferenz in Kuala Lumpur, wo IATA und ICAO die “Innentäterproblematik” eindrucksvoll thematisiert hätten, kaum verständlich.

Der Bundesverband FASAG (Federal Aviation Association of Germany) setzt sich mit seiner Gruppe ausgewiesener Luftsicherheitsexperten für eine umfassende und nachhaltige Verbesserung der Luftsicherheit in Deutschland und Europa ein.
Vorstandsvorsitzender ist Prof. Dr. iur. Elmar Giemulla.

Für Rückfragen stehen Ihnen die Vorstandsmitglieder des Bundesverbands Luftsicherheit e.V. FASAG, Frau Wiedemann (Tel. 0531 310 5435 0) und Herr Schneider (Tel. 04392 914 850 0) zur Verfügung.

 

Medieninformation August 2016

FASAG: De Maizières Gesichtserkennungsvorschlag fragwürdig

Als potentiellen Einstieg in den Überwachungsstaat bezeichnete der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes für Luftsicherheit FASAG, Prof. Elmar Giemulla, die Vorschläge des Bundesinnenministers zur Gesichtserkennung.

Zunächst sei die Forderung nach Nutzung der Gesichtserkennungssoftware viel zu pauschal. Es lasse sich nicht erkennen, welches konkrete Ziel damit verfolgt werden solle. Hier müsse eine differenziertere Betrachtung Platz greifen, sagte Giemulla.

Schließlich setze eine Gesichtserkennung zwangsläufig voraus, dass das System die zu erkennende Person vorher kennt, um sie dann „erkennen“ zu können. Der betreffende Personenkreis müsse deshalb zuvor definiert und in das System eingespeist werden.

Sollte es um die Verhinderung eines Terroranschlags gehen, würden diejenigen Personen, die zuvor als potentielle Terroristen „erkannt“ worden sind, beim Betreten eines Flughafens oder eines Bahnhofs ausgesondert werden, um sie dann einer besonderen Kontrolle zu unterziehen.

Dies setze, so Giemulla, weitere organisatorische Maßnahmen voraus. Zu denken sei dabei vor allem an technische Vorrichtungen, die in der Lage seien, diese Personen von der Allgemeinheit zu unterscheiden.

Allerdings hieße das, dass jede Person, die z. B. einen Flughafen betrete, von dem System erfasst werde, um so die notwendige Unterscheidung zu ermöglichen.

Die mit einem solchen Verfahren verbundene Behinderung für die Allgemeinheit sei „immens“ und so nicht hinnehmbar.

Noch problematischer ist aus Sicht des FASAG-Vorsitzenden, wenn es sich um das Auffinden von Tätern nach einem Terroranschlag handele. Eine bloße Einspeicherung potentieller Terroristen werde dann wohl nicht ausreichen. Man müsste – so die Sorge von Giemulla – letztlich sämtliche in Deutschland lebenden Personen einschließlich derer, die in unser Land einreisen, erfassen, um im Nachhinein feststellen zu können, wer sich am Ort des Geschehens aufgehalten habe. Dies käme dem Einstieg in den Überwachungsstatt gleich.

Es sei keine Frage, dass alles für eine Verbesserung der Sicherheit der Bevölkerung getan werden müsse. Einige Vorschläge erschienen jedoch als wenig praktikabel, andere verschärften das ohnehin schon bestehende Dilemma zwischen Sicherheit und Schutz der Privatsphäre, fügte Giemulla hinzu.

Der Bundesverband FASAG (Federal Aviation Association of Germany) setzt sich mit seiner Gruppe ausgewiesener Luftsicherheitsexperten für eine umfassende und nachhaltige Verbesserung der Luftsicherheit in Deutschland und Europa ein.
Vorstandsvorsitzender ist Prof. Dr. iur. Elmar Giemulla.

Nachfragen zu dieser Pressemitteilung an FASAG Vorstandsvorsitzenden Prof. Elmar Giemulla, Telefon: 030-22679300.

 

Veranstaltungsinformation Juli 2016

FASAG Veranstaltung "Sicherheitslücke Mensch - Der Innentäter als Bedrohung"

Innentäter sind in Anbetracht ihrer legalen Zugangsmöglichkeiten und ihres Insiderwissens über innerbetriebliche Schwachstellen in der Lage, den Unternehmen mehr Schaden zuzufügen als externe Täter es je könnten. Hierarchieebenen bilden hier keine Grenzen mehr – der Täter kann vom Hausmeister bis zum Manager jeder sein. Insbesondere Unternehmen mit Bezug zur Luftfahrt sind hier gefährdet, da ein Teil des Sicherheitskonzeptes auf dem puren Vertrauen des „zuverlässigen“ Personals basiert.

Die FASAG, der Bundesverband für Luftsicherheit, hat aus diesem Grund eine Veranstaltung am 26. September 2016 in Frankfurt mit Referenten des Hessischen Landesamtes für Verfassungsschutz organisiert. Im Weiteren wird die Luftsicherheitsbehörde Hessen zum Thema Prüfungsprozess und Aberkennung nach § 7 LuftSiG referieren. Unser FASAG Vorstandsvorsitzender Herr Prof. Dr. Elmar Giemulla thematisiert die Haftung der Unternehmen zu dem besonderen Fall "Innentäter".

Der Preis der Veranstaltung beläuft sich auf 150,00 € und beinhaltet Getränke sowie Kaffeepause und Mittagessen. Die Agenda steht [hier klicken] zur Verfügung, das Anmeldeformular erhalten Sie nach einer kurzen E-Mail an info@fasag.org

 

Medieninformation April 2016

FASAG informiert: EU-Prüfer schleusen Waffen durch Flughafenkontrollen

Die aufgedeckten eklatanten Sicherheitsmängel sind völlig unakzeptabel und erzwingen umgehende und vor allem nachhaltige Maßnahmen. Diese sollten sich allerdings nicht in vorzeigbarem Aktivismus erschöpfen, sondern müssen am Kern des Problems ansetzen. Die Forderungen nach Rückübertragung der Kontrollen auf die Bundespolizei sind vor diesem Hintergrund nicht zielführend. Es geht nicht um die Frage, wer die Kontrollen vornimmt, sondern darum, dass das Kontrollpersonal in einen Rahmen eingebunden wird, der eine effektive Aufgabenwahrnehmung absichert: Es muss für alle Bereiche der Luftsicherheit gewährleistet sein, dass neue Erkenntnisse über terroristische Bedrohungslagen an das Kontrollpersonal weitergegeben werden und dass dieses durch regelmäßige und vor allem aktuelle Schulungsmaßnahmen zuverlässig in die Lage versetzt wird, entsprechend zu agieren. Hierzu gehört auch die Ausstattung des Kontrollpersonals mit der notwendigen Technik. Hier liegt die Verantwortung der Bundespolizei und nicht im Verschleiß von eigenem Personal, das gerade heute an anderen Stellen dringend benötigt wird.

Wir sollten uns im Übrigen die Frage stellen, warum wir offensichtlich darauf angewiesen sind, uns auf geradezu peinliche Weise in regelmäßigen Abständen von EU-Prüfern auf derartige Mängel hinweisen zu lassen. Die Verantwortung liegt bei unserer eigenen Regierung. Sie muss diese endlich wahrnehmen.

 

Medieninformation April 2016

FASAG fordert neue bundeseinheitliche Luftsicherheitsbehörde

Der Bundesverband für Luftsicherheit, FASAG spricht sich für eine offene Diskussion über die aktuelle Luftsicherheitsarchitektur in Deutschland aus.
Anzustrebendes Ziel sei die Schaffung einer bundeseinheitlichen Aufsichtsbehörde, die die bisherige föderale Zersplitterung der Zuständigkeiten beende.

Damit stellt sich FASAG auch hinter die kürzlich erhobene Forderung der Gewerkschaft der Polizei (GdP), die sich gleichermaßen für eine Bündelung der Zuständigkeiten in der Luftsicherheit in einer Bundesanstalt des öffentlichen Rechts ausspricht.
Wie FASAG weiter ausführt, leiden zurzeit alle an der Luftsicherheit Beteiligten unter den sich unterscheidenden Anforderungen der verschiedenen Luftsicherheitsbehörden. So würden von Bundesland zu Bundesland z. T. völlig unterschiedliche Anforderungen formuliert, in Kraft gesetzt und überwacht. Dass neben den Länderbehörden zusätzlich auch zwei Bundesbehörden (Bundespolizei und Luftfahrt-Bundesamt) zuständig seien, trage nicht gerade zur Rechtssicherheit bei. Dabei, so FASAG weiter, beklagen bereits jetzt alle Luftsicherheitsbehörden – auch die der Bundesländer – Personalmangel.

Eine schlagkräftige einheitliche Bundesbehörde, die die Aufsichtsmaßnahmen mit eigenem, gut geschultem Personal umsetzen könne, würde diese Probleme lösen. Dabei solle der Staat sich allerdings weitgehend auf seine Leitungs- und Überwachungsbefugnisse konzentrieren. Die tatsächliche Durchführung könne und müsse deshalb in privater Hand bleiben. Dieses Konzept habe sich in den letzten Jahren prinzipiell bewährt. Denn so könne zum einen die für eine effektive Luftsicherheit notwendige Flexibilität auf Dauer gewährleistet werden. Und zum anderen könnten dann, die durch eine solche Maßnahme freiwerdenden staatlichen Ressourcen dazu genutzt werden, um den aktuellen Gefährdungen – insbesondere durch terroristische Angriffe – wirksam zu begegnen.

Zur weiteren Begründung ihrer Forderung nach Zusammenführung der Aufgaben in einer einheitlichen Behörde weist FASAG darauf hin, dass einzelne Unternehmen, die in verschiedenen Bereichen der Luftsicherheit tätig seien, zurzeit durch verschiedene Luftsicherheitsbehörden, durch das Luftfahrtbundesamt (LBA) und ggfs. durch ausländische Stellen überwacht und kontrolliert werden. Es seien Fälle bekannt, in denen ein Unternehmen bis zu 20 verschiedene Zulassungsbehörden bedienen musste, die z. T. jeweils unterschiedliche und sogar widersprüchliche Umsetzungsmaßnahmen forderten.
Diese für die Luftsicherheit völlig unzuträgliche Situation könne, durch die hier geforderte Vereinheitlichung aller dieser Aktivitäten, in einer bundeeinheitlichen Behörde erreicht werden.

Der Bundesverband FASAG (Federal Aviation Security Association for Germany) setzt sich mit seiner Gruppe ausgewiesener Luftsicherheitsexperten für eine umfassende und nachhaltige Verbesserung der Luftsicherheit in Deutschland und Europa ein.
Vorstandsvorsitzender ist Prof. Dr. iur Elmar Giemulla.

Nachfragen zu dieser Pressemitteilung an FASAG Vorstandsmitglied Maik Schneider
Telefon: +49 4392-9148500

 

Medieninformation April 2016

FASAG nach den Brüsseler Anschlägen gegen Sicherheitskontrollen vor dem TerminalFASAG nach den Brüsseler Anschlägen gegen Sicherheitskontrollen vor dem Terminal

Als konzeptionslos bezeichnete der Vorstandsvorsitzende des Luftsicherheitsverbandes FASAG, Prof. Elmar Giemulla, die nach den Anschlägen auf den Brüsseler Flughafen diskutierten Sicherheitskontrollen am Eingang zum Terminal von Flughäfen.

Dies zeige nur die Kurzatmigkeit und damit die Hilflosigkeit der Politik, sagte Giemulla weiter.
Das europäische Luftsicherheitsrecht habe klare Ziele, nämlich den Schutz von Luftfahrzeugen und ihren Passagieren, sowie die Verhinderung des Missbrauchs von Flugzeugen als Waffe nach dem Muster des 11. Septembers. Die Kontrollen fänden deshalb sinnvollerweise erst im Terminal an der Stelle statt, die die sogenannte Luftseite vom öffentlichen Raum abgrenze.
Wenn diese Grenze an den Eingang des Terminals vorverlegt werden solle, um Anschläge im Terminal selbst zu verhindern, so Giemulla weiter, dann werde nicht nur der Zweck des Luftsicherheitsrechts überdehnt; es würden auch Teile des öffentlichen Raums einem Sonderregime unterworfen, deren Grenzziehung man auf diese Weise den Terroristen überlasse.

Was wäre, so argumentiert der FASAG Vorsitzende weiter, wenn demnächst Anschläge auf den Flughafenparkplätzen und den Zufahrtsstraßen verübt würden? Würden die Kontrollen um den Preis des Kollabierens der Abläufe dann noch weiter vorgezogen? Und was sei mit Bahnhöfen, Einkaufsmeilen und Fußgängerzonen? Gehörten die nur solange zum öffentlichen Raum, wie es den Terroristen gefalle, fragte Giemulla weiter.
Es könne sein, dass kurzatmige Reaktionen bisweilen Druck von der Politik nähmen, dies dürfe aber nicht zur Erosion des öffentlichen Lebens führen. Dann, so Giemulla, hätten die Terroristen ein wichtiges Ziel erreicht. FASAG begrüßt deshalb ausdrücklich die entsprechende Position der Expertengruppe Luftsicherheit der EU-Kommission.

Der Bundesverband FASAG (Federal Aviation Association of Germany) setzt sich mit seiner Gruppe ausgewiesener Luftsicherheitsexperten für eine umfassende und nachhaltige Verbesserung der Luftsicherheit in Deutschland und Europa ein.
Vorstandsvorsitzender ist Prof. Dr. iur. Elmar Giemulla.

Nachfragen zu dieser Pressemitteilung an FASAG Vorstandsvorsitzenden Prof. Elmar Giemulla, Telefon: 0171-8351459

 

Medieninformation Januar 2016

FASAG äußert Sorge über neue EASA Kompetenzen bei Luftsicherheit

Der Anfang des Jahres den deutschen Stellen von der EU-Kommission übersandte Entwurf einer Neufassung der EASA-Grundverordnung 216/2008 kann nach Auffassung des Vorstandsvorsitzenden des Bundesverbands für Luftsicherheit, FASAG, Prof. Elmar Giemulla zu “Kompetenzwirrwar” und Behördenwillkür führen.

Dabei gehe es insbesondere um eine künftig EASA einzuräumende Ermächtigung gegenüber Außenstehenden Einzelmaßnahmen ergreifen zu dürfen, die sich nicht nur an Behörden der Mitgliedstaaten, sondern auch an Unternehmen und Einzelpersonen richten (Art. 76 Abs.3).

EASA soll demgemäß ermächtigt werden ”unverzüglich auf ein die Sicherheit betreffendes Problem” nach Zustimmung der Kommission und Konsultation der Mitgliedstaaten zu reagieren.

Abgesehen von dem Widerspruch zwischen der Forderung “unverzüglich” tätig zu werden und dem bekanntlich zeitintensiven Abstimmungsverfahren, stelle der sehr allgemeine und nur subjektiv zu erfahrende Begriff des “Problems” bei dem EASA zu reagieren habe eine völlig unakzeptable Voraussetzung für ein Eingreifen der EASA dar, sagte Giemulla weiter.

Grundsätzlich begrüßt der Luftsicherheitsverband FASAG die Übertragung der Zuständigkeit für Luftsicherheit (Security) neben der bereits bestehenden Kompetenz für die Flugsicherheit (Safety) an die europäische Agentur für Flugsicherheit EASA, dabei könne aber nicht das bewährte System der Kompetenzverteilung zwischen EU und den Behörden der Mitgliedstaaten auf den Kopf gestellt werden.

Es bestehe durchaus die Gefahr, dass sich die EASA zu einer Art “Oberbehörde” entwickle, die statt wie bisher Anweisungen an die Mitgliedstaaten zu erlassen, die umstrittenen Maßnahmen gleich selbst exekutieren könne.

Man frage sich auch, so Giemulla, wie es auf die betroffenen Unternehmen und Einzelpersonen wirke, wenn die eigene Aufsichtsbehörde eine Maßnahme erlasse und eine andere Behörde sie wider aufhebe. Mit Rechtssicherheit habe das wenig zu tun, es bestehe die Gefahr einer Erosion des Vertrauens in die Einschätzbarkeit und Vorhersehbarkeit staatlicher Eingriffe- und dies bei einem so sensiblen Gebiet wie der Luftsicherheit .betonte Giemulla.

Es bleibe die Hoffnung, dass die EASA von dieser viel zu weit gehenden Ermächtigung einen angemessenen Gebrauch mache und sie sich mit ihren Maßnahmen -wie bisher- auf die nationalen Behörden beschränke, fügte Giemulla hinzu.

Der Bundesverband FASAG (Federal Aviation Security Association of Germany) setzt sich mit seiner Gruppe ausgewiesener Luftsicherheitsexperten für eine umfassende und nachhaltige Verbesserung der Luftsicherheit in Deutschland und Europa ein.

Vorstandsvorsitzender ist Prof. Dr. jur. Elmar Giemulla

Nachfragen zu dieser Medieninformation an FASAG Vorstandesvorsitzenden Prof. Elmar Giemulla Tel. +49-171 8351459

 

Medieninformation Juli 2015

FASAG fordert Sofortmaßnahmen gegen gefälschte Schulungsbescheinigungen

Die vor kurzem am Franfurter Flughafen entdeckten gefälschten Schulungsbescheinigungen stellen nach Ansicht des Bundesverbandes für Luftsicherheit e.V. FASAG eine latente Gefahr für die Luftsicherheit dar!

Offensichtlich arbeiteten Mitarbeiter mindestens eines Personaldienstleisters in den Bereichen Gefahrgut und Luftsicherheit mit gefälschten Bescheinigungen. Die damit verbundenen Risiken für die Sicherheit von Passagieren und Luftfracht könnten erheblich sein, stellte FASAG fest.

Der Verband fordert die zuständigen Behörden auf, umgehend dafür zu sorgen, dass die Bescheinigungen professioneller und damit sicherer ausgestellt werden.
Als eine mehrerer Möglichkeiten sieht der Verband die Einführung von "Seriennummmern" an, die der Aussteller in gewissen Abständen seiner Aufsichtsbehörde zu melden hätte.
Daneben oder zusätzlich wäre nach Auffassung von FASAG die Verwendung eines von der Behörde gelieferten Siegels oder eines offiziellen Stempels denkbar.
Letztlich kann nach Meinung des Verbandes nur eine regelmäßige Überprüfung durch die in Deutschland zuständige Luftsicherheitsbehörde, das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) eine verbesserte Sicherheit bieten.

FASAG als eingetragener Verein setzt sich für die Förderung gemeinschaftlicher Interessen der Mitglieder untereinander sowie gegenüber Dritten auf dem Gebiet der Luftsicherheit ein. Unter anderem soll damit eine handhabbare und effektive Formulierung und Umsetzung der Vorschriften des Luftsicherheitsrechts gefördert werden."

 

Pressemeldung - April 2014

Luftsicherheitsverband fordert baldige Novellierung des Luftsicherheitsgesetzes

Der Ende Februar 2014 neu gegründete Bundesverband für Luftsicherheit e.V. ”FASAG” (Federal Aviation Security Association of Germany) setzt sich für eine zügige Novellierung des seit 2005 nicht mehr geänderten Luftsicherheitsgesetzes ein.

Dies erklärte der neu gewählte Vorstandsvorsitzende des Verbandes, Prof. Elmar Giemulla in Berlin.

Giemulla wies darauf hin, dass das Luftsicherheitsgesetz erheblich hinter den geltenden EU-Regelungen zur Luftsicherheit hinterher hinkt und dass auch die auf diesem Gesetz beruhenden nationalen Verordnungen wie die Luftsicherheits-Schulungsverordnung, die Luftsicherheits-Zuverlässigkeitsprüfungsverordnung und die Luftsicherheits-Gebührenverordnung dringend angepasst werden müssen.

“Die Interessen unserer Mitglieder an die politisch Verantwortlichen heranzuführen und höchstmögliche Luftsicherheit unter Beachtung der Wirtschaftlichkeit zu erreichen, ist eine der Herausforderungen, der wir uns stellen“, sagte Giemulla nach der ersten Vorstandssitzung der FASAG in Frankfurt.

Als besonderes Anliegen des Verbandes bezeichnete es Giemulla, eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit anderen, auf dem Gebiet der Luftsicherheit tätigen Verbänden zu erreichen. Dabei gehe es nicht nur um den Austausch von Informationen, sondern um die Umsetzung gemeinsamer Projekte und ein koordiniertes gemeinsames Auftreten.

Ein weiteres Anliegen des Verbandes ist die zügige und unbürokratische Umsetzung der von der EU vorgeschlagenen sicheren Frachtkette aus Drittländern sowie eine bundesweit einheitliche Vorgabe zur Überprüfung der persönlichen Zuverlässigkeit der an der Luftsicherheit beteiligten Personen und Sicherheitsmaßnahmen für Catering-Unternehmen, die mehr als ein Unterzeichnen von Erklärungen der betroffenen Lieferanten fordern.

Auch den damit verbundenen Schulungsbedarf aller Beteiligten bezeichnete Giemulla als hoch. Hier leistet die FASAG bereits ihren Beitrag an der Arbeitsgemeinschaft Schulung, die vom BMVI initiiert wurde.

Da die FASAG einen gesamteuropäischen Ansatz verfolgt, wird sie auch mit den EU-Institutionen zusammenarbeiten.

Dem Vorstand der FASAG (Federal Aviation Security Association of Germany) gehören namhafte Unternehmen und Institutionen wie A.S.S. all airport security GmbH, DEKRA Akademie GmbH - Industrie & Aviation, Bouché Air & Sea GmbH, Kücherer Security Consulting, Logistic Training Center GmbH, SCSC International GmbH und EUAVSEC Aviation Training & Consulting an.

FASAG-Vorstandsvorsitzender ist der Luftrechtexperte Prof. Giemulla, Stellvertreter sind der Luftfahrtberater Prof. Thilo Schmidt und die Leiterin der DEKRA Industrie & Aviation, Annette Wiedemann.